DER OSTERWALD - HÖHENZUG IN NÖRDLICHER RICHTUNG VON OLDENDORF

Der Osterwald ist bis zu 419,2 m über NN hoch und befindet sich im Calenberger Bergland. Er bildet zusammen mit dem Nesselberg und dem Kleinen Deister eine geschlossene Gruppe drei aneinander grenzender Gebirgszüge im Leinebergland.

Er befindet sich auf halber Luftlinie zwischen Hameln im Westen und Hildesheim im Osten. Naturräumlich zählt er zum Niedersächsischen Bergland und grenzt im Norden und Osten an die Calenberger Lössbörde an. Am Dreieckigen Stein, der sich unweit des bekannten Ausflugzieles „Sennhütte“ befindet, treffen die Landkreise Hildesheim, Hameln-Pyrmont sowie die Region Hannover auf einander.

Von verschiedenen Wanderparkplätzen aus ist der Osterwald mit seinem reizvollen Mischwaldbestand je nach Lust und Laune bequem und 'immer gerade weg' oder steil und 'rustikal' zu erkunden. Unterwegs öffnen sich dem Wanderer ständig neue Aussichtspunkte mit neuem Blick über das Saaletal zu den gegenüberliegenden Höhenzügen des Ith´s und des Thüster Berges (Kanstein). Von den Nordhängen geht der Blick weit in das Calenberger Land hinein und reicht bei klarem Wetter bis Hannover. Verschiedene Schutzhütten stehen den Wanderern zur Verfügung.

Im Osterwald entspringen zahlreiche Bäche, deren Wasser über die Haller und die Saale in die Leine fließt. Ein Bach, der westlich vom Fast entspringt bildet die Ausnahme. Er fließt über den Gelbbach und die Hamel in die Weser. Zahlreiche Wanderwege führen durch den Osterwald. Zu den höchsten Erhebungen des Osterwaldes gehören der Fast (419,2 m), Hoher Stuhl ((391 m), Ahrensberg (ca. 365 m), Ritterkreuz (ca. 360 m) und der Hohlenberg (358 m).

Die Gemarkung Oldendorf grenzt im Norden direkt an den Osterwald. Am Südrand des Osterwaldes liegt das gleichnamige Dorf Osterwald, ein Ortsteil von Salzhemmendorf. Im Osterwald wurde bis zum Mitte des 20. Jahrhunderts der Osterwalder Sandstein, Kalkstein und Steinkohle abgebaut. Der im Osterwald gebrochene Waldensandstein und Osterwaldstein wurde in der Gründerzeit regional und im Raum Hannover häufig verbaut.

Der Steinkohlenbergbau blickt auf eine mehr als 400-jährige Tradition zurück. Erste Schürfungen nach Steinkohle erfolgten 1585 im Auftrag des Herzoges Julius von Braunschweig. Der Herzog von Braunschweig ließ im Jahre 1588 mehrere, vermutlich aus dem Harz stammende, erfahrene Bergleute mit ihren Familien in Osterwald ansiedeln. Die Salzsiederei in Salzhemmendorf wurde von Holz auf Kohlefeuerung umgestellt und ließ dadurch den Kohlebedarf ansteigen.

Heute ist der Stollen ein Besucherbergwerk, das interessante Einblicke in eine faszinierende Welt unter Tage bietet. Steinkohlebergbau zum Anfassen und eine kleine Reise in die Bergbaugeschichte der Region erwartet die Besucher des Hüttenstollens Osterwald im Museum.

Der Höhenzug des Osterwaldes im heutigen Kreis Hameln-Pyrmont ist bekannt für einen mehr als 400-jährigen Steinkohlenbergbau sowie als Standort mehrerer neuzeitlicher Glashütten. Als Lauensteiner Gläser besaßen die Produkte der Osterwalder Glashütten im 18. und 19. Jahrhundert europaweit hohes Ansehen.

www.der-huettenstollen.de/

Das erste Glas im Osterwald wurde bereits Hunderte von Jahren früher hergestellt. http://www.der-huettenstollen.de/wp-content/uploads/2014/11/Flyer_Kramer-Web.pdf

Näheres zur Glashütte Oldendorf - Siehe unser Artikel: Reuße'sche Glashütte -

                Kirche OsterwaldOrt Osterwald

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Text und Fotos CHP