DER KANSTEIN AUF DER HAUPTKUPPE DES THÜSTER BERG

Von Oldendorf aus schaut man auf den Kanstein mit dem Fernsehturm (433 m ü.NN) und dem Lönsturm (441 m ü.NN). Der Lönsturm steht etwa auf dem höchsten Punkt des Kansteins, der die höchste Erhebung des Thüster Berges ist.

Der Thüster Berg ist ein bis zu 441 m über dem NN hoher Höhenzug des Niedersächsischen Berglandes in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Hildesheim. Er erstreckt sich auf etwa 7 km Länge zwischen den Ortschaften Hemmendorf und Oldendorf im Norden, Ahrenfeld, Deilmissen und Deinsen im Osten, Marienhagen im Südosten, Weenzen und Thüste im Süden, Levedagsen und Domäne Eggersen im Westen, sowie Salzhemmendorf im Nordwesten.

Turm

 

Das Wahrzeichen vom Kanstein

Der Lönsturm ist ein 1928 erbauter, etwa 26 m hoher Aussichtsturm, welcher sich auf dem etwa höchsten Punkt des Kansteins befindet. Der Turm ist nach dem Heidedichter Hermann Löns benannt, der ab und zu die Gegend bereiste. Der Originalturm wurde 1928 erbaut und von seinem Architekten ursprünglich 10 m höher geplant. Dieses konnte wegen Geldmangel aber nicht verwirklicht werden. Da die Buchen um ihn herum mit den Jahren die Sicht versperrten, wurde er 1972 zur 950-Jahr-Feier von Salzhemmendorf auf 22 m Höhe und 1997 um weitere 4 m erhöht. 2014 wurde der Turm aufwendig restauriert.

 

Das hätte auch dem großen Heidedichter gefallen. Auf dem höchsten Punkt des Kansteins, wo die Buchenwipfel kräftig im Wind rauschen, steht der imposante Lönsturm. Gemauert aus massivem Naturstein, gekrönt mit einer stählernen Aussichtsplattform. Wer dort oben steht, hat einen herrlichen Rundblick über das Weser- und Leinebergland. Bei klarer Sicht sind sogar der Brocken oder das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald zu sehen.

Hermann Löns selbst hat diesen Ausblick freilich nie genießen können. Denn das heute 26 Meter hohe Bauwerk war 1928 errichtet worden, also 14 Jahre nachdem der Schriftsteller und Heimatliterat im Ersten Weltkrieg bei Reims in Westfrankreich gefallen war. Doch weil Löns zu Lebzeiten die Gegend rund um den Thüster Berg des Öfteren besucht hatte, setzte der Heimat- und Verkehrsverein Salzhemmendorf ihm zu Ehren den Aussichtsturm auf den 441 Meter hohen Kanstein.

 

Den Menschen am Fuße des Thüster Bergs gilt der Turm als Wahrzeichen. Der Heimatverein Salzhemmenndorf hat den Bau, die zweimalige Erhöhung der Aussichtsplattform und bisherige Instandsetzungen, größtenteils durch Spenden finanziert. Und auch die jüngste Sanierung dieses Wahrzeichens, sie kostete immerhin 130 000 Euro, haben der Verein, Bürger und Firmen gemeinsam gewuppt.

Nach der Sanierung ist der Lönsturm nun auch wieder von Weitem zu sehen. Wegen der Bauarbeiten mussten rund um den Turm Bäume gefällt werden. Der Wald darunter hat bereits seine maximale Wuchshöhe erreicht. Ein erneutes Aufstocken der Aussichtsplattform ist daher nicht erforderlich.

Der Fernsehturm steht etwa 1 km ostsüdlich entfernt.

Der Thüster Berg ist überwiegend dicht mit Laubbäumen bewachsen. Zahlreiche Wanderwege führen über den Thüster Berg, darunter der Ith-Hils-Weg. Ein Wanderweg führt über den Kamm des Höhenzuges, vorbei an Löns- und Fernmeldeturm von Salzhemmendorf, nach Marienhagen. An der Südwestseite gibt es Kalksteinbrüche.

 Blick vom LnsturmHexenkche

SteinbruchAlter Steinbruch

Weitere Fotos siehe unter:

https://www.mystic-culture.de/kultplatz/kanstein/detail/detail.html

https://www.youtube.com/watch?v=2NklhGCcJ1k

Text von CHP - Fotos CHP und AL - Quellen Internet - Hildesheimer Zeitung -                                                       Berge 004