BAULAND FÜR FLÜCHTLINGE EIN GROSSES THEMA NACH 1945
- Das Thema Flüchtlinge 2015 wieder sehr aktuell -

Bei den Veranstaltungen des Flüchtlingsvereins fanden sich alle Landsmannschaften der Flüchtlinge und Vertriebenen zu gemeinsamen Treffen zusammen. Es wurden Gedanken ausgetauscht, über die verlorene Heimat gesprochen, gemeinsame Fahrten unternommen und auch Feste veranstaltet. Jeder war zu Anfang der Meinung, dass man bald wieder in die Heimat zurückkehren könnte. Das Zusammenleben mit den Einheimischen gestaltete sich nicht problemlos.

Wohnraum war mehr als knapp und Hausstand hatten die Flüchtlinge und Vertriebenen auch nicht. Die Einheimischen waren nicht erfreut über die Einquartierungen und somit gab es zuerst auch keine Gemeinsamkeiten. Irgendwann  kam man sich aber näher und so wurden die ersten Freundschaften mit den Einheimischen geschlossen. Heirat unter einander war aber ein sehr schwieriges Thema, denn die Eltern wollten doch nicht so einen "Dahergelaufenen" als Schwiegersohn bzw. Schwiegertochter haben. Vor allem in der Landwirtschaft wollte man so etwas nicht akzeptieren. Das Leben musste weitergehen und so fanden die "Neubürger" Arbeit oder machten sich selbständig.

Als man dann immer mehr merkte: 'Es gibt kein zurück in die Heimat', fingen die ersten an zu bauen. Bauland war schwierig zu bekommen. Noch nicht einmal die Kirche war bereit sich von Land zu trennen. Bauer Hattendorf war dann bereit ein Stück Land, es war eine Senke an der Aue, als Ackerland nicht nutzbar, zu verkaufen. Hier entstand 1959 die erste Neubau Siedlung, genannt "Storchen Siedlung". Die Träger des Verbandes für Kinderreiche (Vorsitz hier in Oldendorf Gerhard Büttner) und Siedlungbeauftragter des BVD (Bund für Vertriebene 1. Vorsitzender Erich Piehl), verhandelten damals mit Herrn Hattendorf.

Von den Kinderreichen Schünemann / Jürgens, Lenkeit / Vogel, Steinmann / Edeler, Büttner / Nagel, Hornberger / Kirchner, wurden die Doppelhäuser errichtet. Als landwirtschaftliche Nebenerwerbssiedler bauten: Piehl, Reich, Schweda, Meißner. Sie erhielten die Auflage, dass sie einen Stall zu errichten hätten. Frau Koth und Antl bauten etwas später und hatten diese Auflage nicht zu erfüllen. Ferner durften sie in einem anderen Baustiel bauen.

Da es in der Storchensiedlung eh schon viele Kinder gab, fanden sich zum Spielen noch viele Kinder aus dem Dorf ein. Die Sackgasse mit dem Wendeplatz eignete sich hervorragend dafür.

In der Siedlung, heute Straße  "An der Aue", standen damals bereits das Doppelhaus von Bohne/Lichtenberg welches 1947 angefangen wurde und 1949 zum Bezug fertig war. Gunia (er war Treckerfahrer auf dem Hof Hattendorf) baute hier ca. 1957.

Das Thema Flüchtlinge - heute wieder sehr aktuell

 

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Geschrieben von CHP