OLDENDORF STELLT SICH VOR

1930 Oldendorf

Oldendorf liegt innerhalb des Leineberglands im äußersten Osten vom Weserbergland-Schaumburg-Hameln und ist im Norden von den Höhenzügen Osterwald, im Südosten vom Külf, im Süden vom Thüster Berg und im Westen vom Ith eingerahmt. Durch das Dorf fließen der südwestliche Leinezufluß die Saale und der kleine Fluß Aue. Die B1, der frühere Verlauf des Hellwegs und der Heerstraße von Aachen nach Königsberg, führen durch das Dorf. Oldendorf gehört zum Landkreis Kreis Hameln-Pyrmont und liegt an der Eisenbahnstrecke Elze-Hameln.

Oldendorf liegt eingebettet zwischen den Höhenzügen Osterwald, Ith und Kanstein. Die Flüsse Saale und Aue durchfließen dieses schöne Saaletal und machen die Region auch für Urlauber interessant. Nicht nur Wanderer kommen auf ihre Kosten, sondern auch Kletterer können in den Felsen des Ith und Kanstein ihrem Hobby nachgehen. Viele weitere Urlaubsangebote und Ausflugsmöglichkeiten bietet das Saaletal rund um Oldendorf. Zur wunderschönen alten Rattenfängerstadt Hameln an der Weser sind es nur 24 Kilometer. Bad Pyrmont, Hämelschenburg, Hannover, Bückeburg, Einbeck, um nur einige zu nennen, liegen alle nicht weit entfernt.

 

Unser Wappen zeigt die Kirche "St. Nikolai". Das Gründungsjahr der Kirche vermutet man um 845.

Oldendorf wurde am 1. Januar 1973 zum Flecken Salzhemmendorf eingemeindet

Einwohner: 1274 (Stand 31.12.2014)

     Postleitzahl: 31020  

   Höhenlage: 106 m

Telefon-Vorwahl: 05153

 

WappenDie Saale ist ein etwa 25 km langer linker Nebenfluss der Leine in Niedersachsen. Sie entspringt in der Nähe der Duinger Seenplatte folgt dem gleichnamigen niedersächsischen Saaletal und fließt durch Wallensen, Ockensen und Salzhemmendorf zunächst in nordwestlicher Richtung zwischen dem Thüster Berg und dem Ith, um sich dann bei Hemmendorf in östlicher Richtung zwischen Kanstein und Osterwald dem Leine-Urstromtal zuzuwenden. Auf diesem Weg fließt sie durch die Dörfer Oldendorf und Benstorf. Kurz vor Quanthof mündet die Aue in die Saale. Hiernach berührt sie die Orte Quanthof, Sehlde und die Saalemühle, um dann bei Elze in die Leine zu münden. Der Name Saale bedeutet zunächst ein „von Weiden bestandener Fluss“ und kommt in Deutschland mehrfach vor.

 

Oldendorf

Ptolemäus erwähnt ca 150 die durch unser Tal führende Straße (B1) in seiner Erdbeschreibung als eine alte Heer- und Handelsstraße.
Die Gründung des Ortes muss etwa  500 durch Mönche des Bistums Elze  ? erfolgt sein.
Das Alter des Ortes lässt sich nicht genau ermitteln, ist jedenfalls nicht urkundlich bewiesen. Bei der Einführung des Christentums - Vermutlich Ende des 8. Jahrhunderts erhielt Oldendorf ein Archidiakonkat, was Voraussetzung war um eine Kirche bauen zu können. Zweifellos konnte Oldendorf damals schon auf mehre Jahrhunderte zurückblicken. Um den Ortsnamen deuten zu können, muss daher auf die Urkunde vom 25.8.1166, worin unser Ort als Aldendorb bezeichnet wird, verwiesen werden.  

Ende des 8. Jahrhunderts führte Karl der Große eine Gebietseinteilung ein, die im Wesentlichen der bestehenden altsächsischen Gauverfassung entsprach. Oldendorf gehörte zum Gau Gudingon. Dieser Gau wurde von Elze aus verwaltet. Die Gaue hatten die Unterabteilungen Gohe oder Börde. Mitte des 12. Jahrhunderts tritt an die Stelle des Gaues das Amt. Oldendorf gehörte zur Niederbörde des Amtes Lauenstein. Bei dieser Zugehörigkeit verblieb es bis zum Jahre 1885 mit nur einer kurzen Unterbrechung, wo Oldendorf zum Amte Coppenbrügge gehörte. Das war vom Jahre 1852-1859.

Schon Ende des 8. Jahrhunderts war Oldendorf ein bedeutender Ort. Er mag auch schon im 5. Jahrhundert bestanden haben, als die Bezeichnung dorp aufkam. Das Wort dorp oder drup ist abgeleitet von den Trupp- oder Hundertschaften, welche die wehrfähigen Männer bildeten. Der Anführer einer Truppschaft scheint in Oldendorf seinen Wohnsitz gehabt zu haben. Es ließe sich begründen durch die damalige Bedeutung und durch die Namensgebung. Danach ist der Name in Vergessenheit geraten. An seine Stelle trat die Bezeichnung ,,kleine Dörpe", wie dies auch aus der Kirchenbucheintragung des Jahres 1678 hervorgeht: ,,Harmen Oppermann, Meyer im ,,kleinen Dörpe." Diese Bezeichnung wird lange vor 1678 gebräuchlich gewesen sein, wie sie es auch heute noch ist und zwar als Klein-Oldendorf. Die Holz- und Weidegerechtigkeit hatte Oldendorf im Osterwald, Klein-Oldendorf dagegen im Kanstein.
Zu diesen zwei Siedlungen kamen noch die Bewohner des 1 km von Oldendorf in nördlicher Richtung liegenden, untergegangenen Ortes Balmissen; das im Verzeichnis der wüsten Orte (1498) nicht mehr erwähnt wird.
Im Jahre 1858 stellten 78 Hofbesitzer den Antrag auf Verkoppelung. Verhandlungen, Vermessungen, die Durchführung der Begradigung der Hildesheimer Straße und der Saale, die Auseinandersetzung der drei Schäfereien und anderes mehr wurden durch die Beurkundung des ,,Recesses" betr. die Abfindung der Feld- und Wiesenweide, die Teilung der Gemeinheiten und Hütungs-Äquivalenten und die Verkoppelung vor Oldendorf, Amt Lauenstein am 4.12.1866 im Gülkeschen Kruge in Oldendorf abgeschlossen. Es wurden die Hof- und Baustellen, das Garten- und Ackerland, die Wiesen und Anger mit insgesamt 2375 Morgen erfaßt
Landwirtschaft wurde in Oldendorf von jeher betrieben. Diese vereinigte in sich viele aufkommende Berufe. Zunächst ist das Handwerk noch Nebenberuf, wie wir es in den Jahren von 1634-1675 aus den Kirchenrechnungen und aus Contributionslisten entnehmen können. Im übrigen verbleibt es noch lange Zeit beim alten, dass neben dem erlernten Handwerk noch das zum Hof gehörende Land bestellt wird. Nur kleinere, nicht mehr lebensfähige Höfe üben mit der Zeit das Handwerk hauptamtlich aus.
Die Kriege 1914-1918 und 1939-1945 forderten nicht nur das Leben vieler hoffnungsvoller Söhne unserer Gemeinde, sondern brachten auch große politische und wirtschaftliche Umwälzungen. Oldendorf hatte im Jahre 1945 145 Häuser mit 1000 Einwohnern.
Hinzu kamen ebensoviele Flüchtlinge.

Geschrieben CHP - Auszug aus: Adolf von Einem, Oldendorf und seine Höfe