Handwerkliche Betriebe in Oldendorf

In der Zeit zwischen 1634 - 1675  findet man kaum Handwerkliche Betriebe in Oldendorf. Dieses geht aus den alten Kirchenrechnungen und den Contributionslisten hervor. Im Jahre 1689 finden wir neben Schlachter, Leineweber, Garnkäufer, Fischer, Pflugmacher und Zimmermann, einen Schneider, der dieses Handwerk hauptamtlich ausübte.   

Mit der Zeit wurden weitere Geschäfte, Handwerksbetriebe und Gaststätten betrieben. Nach dem 2. Weltkrieg erhöhte sich die Zahl der Handwerklichen Betriebe sehr stark. Von diesen gibt es heute kaum noch welche in Oldendorf.

 

Der Spar Laden

Das Ehepaar Hofmann startete im Oktober 1963 in Oldendorf in die Selbstständigkeit. Zuerst mit einem VW Bulli den sie von ihrem Vorgänger übernommen hatten. Einige Zeit später legten sie sich einen neuen Verkaufswagen zu, mit dem sie durch Oldendorf, Ahrenfeld und Glashütte fuhren und ihre Kunden mit Milch- und Lebensmittel Produkten versorgten. Dann übernahmen sie in der Dorfstraße den Lebensmittelladen, der vorher von Erwin Ritter und danach von der Familie Dick betrieben wurde. Für die damalige Zeit hatte der Laden mit seinen 80 qm eine beachtliche Größe.

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Lange Zeit betrieben sie auch ein Lebensmittelgeschäft in Benstorf. 1970 gaben sie Ihr Geschäft in der Dorfstraße auf und eröffneten am 2. Dezember 1970 ein neues Geschäft mit 250 qm Fläche in der Hagenstraße Nr. 1 auf dem Gelände der Familie Carnehl. Viele Jahre kauften die Oldendorfer im „Sparmarkt“ bei Helmut und Erika Hofmann ein. Als „Spar“ für die Landkreise Hameln-Pyrmont und Schaumburg aufgelöst wurde, wechselten sie zu der Einkaufsgemeinschaft „Blau Gelb Frischmarkt“, welche zu der Edeka-Gruppe gehörte.

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 Im Laden gab es nicht nur Lebensmittel, sondern eine Gemüseabteilung, Back- und eine Fleischwaren Abteilung. Back- und Fleischwaren waren stets frisch. Ferner wurden auch Geschenkartikel angeboten. So gab es zu Hochzeiten und anderen Anlässen die Möglichkeit einen Geschenketisch zusammen zu stellen, was von den Kunden auch gerne angenommen wurde. Auch die Lotto und Totoannahmestelle war viele Jahre im Geschäft der Hofmanns, ebenso eine Reinigungsannahmestelle und Fotoannahme der Firma Cewe.

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Das Ehepaar Hofmann führte das Geschäft wie man so schön sagt „Mit Leib und Seele“, hatten auch immer mal Ideen wie sie die Kunden mit Veranstaltungen überraschen konnten. Im Dorfleben und in den hiesigen Vereinen waren sie trotz ihrer vielen Arbeit sehr aktiv und immer dabei wenn Hilfe gebraucht wurde.

Drei Verkäuferinnen waren bei ihnen ständig fest angestellt, welche natürlich in den langen Jahren auch mal wechselten. In den Vierzig Geschäftsjahren waren im Lebensmittelmarkt 32 festangestellte Verkäuferinnen, 9 Auszubildende, 8 Reinigungkräfte und 10 Warenpackerinnen tätig. Zwei Verkäuferinnen waren über 13 Jahre im Geschäft angestellt.
Am 27.04.1999 wurde im Lebensmittelgeschäft Hofmann dann auch noch eine neue Poststelle eingerichtet. (Siehe unser Artikel Postwesen in Oldendorf).

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Durch den neu eröffneten Lebensmittelmarkt in Oldendorf merkten sie, dass die Kunden bei ihnen weniger wurden. Am 30. April 2003 gab das Ehepaar Erika und Helmut Hofmann ihr Geschäft auf und gingen in den wohlverdienten Ruhestand, denn sie hatten das Alter längst erreicht.

Aber die große Ruhe kehrte nicht ein, denn sie setzen sich weiterhin tatkräftig in Ehrenämtern ein.

CHP: Herzlichen Dank an Familie Hofmann für die zur Verfügung gestellten Fotos.

Das Postwesen in Oldendorf

Bis zum späten Mittelalter gab es keine öffentliche Post in Deutschland. Kaiser, Klerus und Reichsfürsten benutzten Boten und Reiter, die mit schriftlichen Nachrichten direkt zu den Zielorten geschickt wurden.

FIRMA G. F. MEYER - BAHNHOFSTRASSE HAUS NR. 105 A IN OLDENDORF -

Der Speicher wurde 1896 von G.F. Meyer auf Erbpachtbasis, Laufzeit 100 Jahre, neu erbaut. Das Grundstück gehörte der Deutschen Bundesbahn.

DIE BAHNHOFSGASTSTÄTTE

Die Bahnhofsgaststätte im Bahnhof Osterwald wurde ganz viele Jahre von den Eheleuten Wibranetz betrieben. Gastwirtsleute wie das Ehepaar Wibranetz findet man heute nur noch äußerst selten - Vorheriger Pächter der Bahnhofsgaststätte waren  Theodor Jaron und Frau.

WASSERMÜHLE OLDENDORF - gelegen an der Saale - Hof Nr. 8

Mühlen waren über Jahrhunderte die effektivste Art der Energiegewinnung: Wind oder Wasser trieben die Flügel oder Schaufelräder der Mühlen an und nahmen den Menschen wichtige Arbeit bei der Herstellung des täglichen Brotes ab. In Niedersachsen zählt man noch heute ca. 800 Wasser- und 600 Windmühlen. Die Wassermühlen konnten früher aufgrund ausreichender Wasserversorgung ganzjährig betrieben werden.

GESCHÄFT MÖHRING

Einige von uns können sich noch an das Textilwaren Geschäft Wilhelm Möhring Haus Nr. 97 erinnern. Die Geschäftsreklame am Haus und am Auto lautete:

WILHELM MÖHRING – OLDENDORF – MANUFAKTURWAREN – KONFEKTION – Telefon 311

 GESCHÄFT  EVERS

- EINE TRADITIONSREICHE OLDENDORFER GESCHÄFTSFAMILIE KONNTE 1979 AUF 143 JAHRE GESCHÄFTSJAHRE ZURÜCKBLICKEN -

Heinrich, Johann Evers geb. 13.02.1804 war Kaufmann und ist Gründer des Geschäftes das so viele Jahrzehnte in Oldendorf bestand.

DIE TANKSTELLE HABENICHT

Früher gab es sehr viele Geschäfte in Oldendorf. Heute weiß kaum noch einer wo diese alten Geschäfte alle waren. Eines dieser alten Geschäfte ist heute immer noch präsent und erinnert an den alten Besitzer Heinrich Habenicht. Die Besitzer haben zwar gewechselt, aber es gibt sie immer noch - die Tankstelle und Reparaturwerkstatt an der B1.

DIE BÄCKEREI  RINNE IN OLDENDORF

Der Hagenbrink in Oldendorf war einst eine Straße mit vielen Geschäften. Eines von diesen vielen Geschäften war die alt eingesessene Bäckerei Rinne. Dieses Geschäft bestand viele Jahrzehnte und wurde über mehrere Generationen fortgeführt.

GESCHÄFT MUMME

AM BAHNHOF OSTERWALD Kolonialwaren - Tabak - Cigarren - Café

Wer erinnert sich noch ?

Nach dem Frau Alwine Mumme sehr früh ihren Ehemann verloren hatte, eröffnete sie ein Geschäft am Osterwalder Bahnhof um ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen.

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