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Oldendorf Ereignisse aus dem 19. Jahrhundert

Bekanntmachung

 

 

Oldendorf, 6. April 1884

Am Sonnabend ist ein Arbeiterzug bei der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof , anscheinend unter der Nichtbeachtung der Signale, auf einen Güterwagen gefahren, es sind hierbei vier Arbeiter, von denen einer sofort getödtet wurde, mehr oder weniger erheblich verletzt worden. Betriebstörungen haben nicht stattgefunden. Die Untersuchung ist sogleich eingeleitet.

Oldendorf, 14. Juli 1886

(Bezirkssynode in der Kirche zu Oldendorf) Am 14. Juli d. J. war die Bezirkssynode der Inspektion Oldendorf, zu der auch die den Kreise Gronau einverleibten Parochien Esbeck und Deinsen-Marienhagen, wie auch die dem Kreise Alfeld zugelegte Parochie Duingen gehören. Vom Kirchenregimete waren der Ober-Konsistorielrath Thiolo und der Konsistorialrath Schuster erschienen, letzterer als Generalsuperintendent des Kalenbergschen. Die Synoder wurde mit Gesang und mit einer warmen Ansprache des Vrositzenden Superintendent Suffert eröffnet Letzterer verlas darau den sehr ausführlichen Bericht über den kirchlichen und sittlichen Zustand der Inspektion, nachdem zuvor von allen Synodalen durch Erheben von den Plätzen des langjährigen Generalsuperintend und Ober-Konsistorialraths Niemann, der seit der letzten Synode verstorben ist, gedacht wurde. Es folgten nun 4 Referate: Über Pfarr-Wittwenthümer Pastor Greve-Esbeck, über die alten, frommen Sitten in den Häusern Pastor Behne-Wallensen, Stationsverpflegung für Bettler Pastor Boes-Salzhemmendorf, Einwirkung auf die konfirmierte Jugend Pastor Hahn-Duingen Besonders klar und bestimmt war der erstere. Vielfache Klagen wurden über den gänzlichen Verfall der Kirche in Wallensen geführt, die fast einer Ruine gliche, ohne daß wegen Neubaues irgend etwas geschähe.

Oldendorf, 14. August 1891

Vorgestern Morgen ertönte gegen 9 Uhr die Feuerglocke und rief zur Hülfeleistung herbei, es brannte ein Stallgebäude des Hofbesitzers Conrad Sander. Nach dem die Spritze des hiesigen Ortes in voller Thätigkeit war, traf auch die Hemmendorfer Spritze ein, welche auch sofort in Betrieb gesetzt wurde Den beiden Feuerwehren gelang es auch, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken und das daneben gelegene Wohnhaus nebst Scheune zu schützen. Geben 10 Uhr war alles Nebenliegende außer Gefahr. Das Feuer fand an dem trockenen Flachs und gespaltenen Holz, welches auf dem Stallboden lagert, reiche Nahrung. Über die Ursache des Brandes erfährt man: Ein kleiner Junge von vier Jahren, Sohn des Nachbarn von Hr. Sander soll schon eingestanden haben, daß er es angesteckt hätte beim Spielen. Versichert ist das Gebäude und der Inhalt desselben bei der Versicherungs-Gesellschaft Deutscher Phönix. Die Spritze von Osterwald und Esbeck, welche auch bald eintrafen, kamen nicht mehr in Aktion.

Oldendorf, 16. September 1898:

In unserem Orte herrschen zahlreiche Erkrankungen unter Typhusähnlichen Erscheinungen, die um so bedenklicher erscheinen, als es bisher nicht gelang den Ansteckungsherd zu ermitteln Ein Brunnen ist bereits polizeilich geschlossen.