GESCHÄFT MUMME

AM BAHNHOF OSTERWALD Kolonialwaren - Tabak - Cigarren - Café

Wer erinnert sich noch ?

Nach dem Frau Alwine Mumme sehr früh ihren Ehemann verloren hatte, eröffnete sie ein Geschäft am Osterwalder Bahnhof um ihren Lebensunterhalt damit zu verdienen.

Ansichtskarte Mumme Geschft Mumme 1939                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

Nicht nur Familien aus der Bahnhofstraße, auch Reisende, sowie die Familien welche auf dem Holzwerk wohnten, auch die Arbeiter von der Firma Bock kamen in den Pausen mal eben über die Bahngleise gelaufen und holten sich in dem Geschäft was sie brauchten. Nach dem Krieg wohnten auf dem Holzwerk sehr viele Familien, teilweise auch jahrelang in Baracken.

 Alwine Mumme mit Enkelin 1959

1959 entstand in der Nähe des Osterwalder Bahnhof's die so genannte "Storchensiedlung".

10 Kinderreiche Familien und 6 Nebenerwerbssiedlungs-Häuser wurden von der Firma Grieße aus Oldendorf gebaut.  Diese Familien gingen ebenfalls im Geschäft Mumme einkaufen.

Damals war der Konsum an Lebensmittel noch weitaus bescheidener und auch nicht so groß wie heute. - Aber, das Meiste was man brauchte bekam man gegenüber vom Bahnhof im

 

Kolonialwaren-Geschäft  und Post  Mumme 

                                                                        

Dort gab es von der Briefmarke bis zum Salzhering aus dem Fass, vom Stück Kernseife bis Zucker, von Kaffee bis zur Zigarre alles, was man zum täglichen Leben brauchte. Hier wurde man freundlich von Frau Alwine Mumme und ihrer Tochter Frau Lieselotte Brandes bedient und auch die Enkelin half wo sie konnte.

 

Woran sich keiner von uns sich mehr erinnern kann:

 

Ganz früher wurde von Frau Mumme auch noch zusätzlich ein Cafe betrieben. Mit einer Cafe-Stube und Außensitzplätzen.

 

 Cafe Mumme 1941Innenansicht Cafe

 

Auschschank Gewerbe 1926

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Eröffnung eines Cafès war natürlich auch eine Genehmigung erforderlich wie es in dem nebenstehenden Schreiben von 1926 zu lesen ist. 

Nach dem Tod von Alwine Mumme wurde das über viele Jahre bestehende Geschäft 1964 abgemeldet. Die Post wurde von Lieselotte Brandes noch weiter geführt und erst später geschlossen.

 

 

Herzlichen Dank an Frau Marianne Dennecke. Sie hat uns viele alte Dokumente und Bilder zur Verfügung gestellt. Dieses wird die Dorfchronik bereichern.

Geschrieben von CHP.